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28. Jahrestag der Brockenmaueröffnung am 03. Dezember 2017

Für den Harzklub e.V. gehört die Brockenmaueröffnung zu den wichtigsten Ereignissen im Harz.
Viele der heutigen Harzklub-Mitglieder waren bei diesem historischen Ereignis dabei. Und der Harzklub war es auch, der unmittelbar nach der Grenzöffnung die Wanderwege im Ost- und Westharz miteinander verknüpfte und beschilderte.

In der DDR war der Harzklub verboten, analoge Aufgaben hatte der Kulturbund übernommen. Innerhalb von nur drei Monaten wurden nach der Brockenmaueröffnung mit Unterstützung der Zweigvereine aus Niedersachsen 22 neue Harzklub-Zweigvereine auf der Ostseite des Harzes wiedergegründet. Es entstanden Partnerschaften, die noch heute andauern.
Seit 1989 treffen sich die Mitglieder des Harzklubs jährlich am 3. Dezember auf dem Brocken. In diesem Jahr hält der Harzklub-Präsident, Dr. Oliver Junk, um 11 Uhr die Festrede am Gedenkstein des ehemaligen Brockentores.

Menschen am Brockentor am 3. Dezember 1989

Es werden geführte Wanderungen am 3. Dezember 2017 auf den Brocken angeboten. Alle Wanderfreunde und Interessierte sind herzlich eingeladen, den Harzklub zu begleiten.



Auszug aus der Chronik des Harzklubs - Bürgerinitiative mit Tradition (Dr. Albrecht von Kortzfleisch): [...] Nach der Grenzöffnung waren Westharzer wie Ostharzer berührt von dem lawinenartigen Zustrom der Besucher. Der Freudentaumel jener Wochen kann kaum in Worte gefasst werden. Zu Tausenden strömten die Menschen zu Fuß auf den alten Verbindungsstraßen zwischen Braunlage und Elend, Hohegeiß und Benneckenstein, Zorge und Ellrich hin und her. Die Wanderheime des Harzklubs in Torfhaus und Sonnenberg waren überfüllt von spontan eingeladenen neuen Wanderfreunden. [...]
Am Sonntag, den 3. Dezember 1989, wurde angesichts mehrerer tausend Wanderer kurz vor 13.00 Uhr das Tor in der 2,7 km langen Mauer, die die Militäranlagen auf der Brockenkuppe schützte, geöffnet. Unter unbeschreiblichem Jubel drängte die Menge, die dem Aufruf des Harzklubs und anderer Bürgerinitiativen gefolgt war, auf den Gipfel. [...] Die Presse schrieb treffend von einem deutsch-deutschen Gipfelfest. [...]


Über die verheißungsvollen ersten Kontakte deutsch-deutscher Wanderer berichtet der damalige Hauptwegewart des Harzklubs, Hans-Dieter Harnisch, in der Dezember-Ausgabe von "Unser Harz" 1989: "Am Samstagvormittag hatte ich mit einer Wandergruppe den neuen Grenzübergang Braunlage-Elend besucht und mit DDR-Grenzbeamten Wandermöglichkeiten im ehemaligen Sperrgebiet besprochen. Das erste neue Wegeschild unseres Zweigvereins Braunlage am Weg 28 Odertal - Wernigerode weist am Grenzübergang bereits wieder auf: 28 D Braunlage-Elend 6,3 km hin. Beeindruckt war ich von der großen Zahl von stündlich 2.000 Fußgängern, die uns entgegen kamen. Darunter auch eine Gruppe von Wernigeröder Wanderfreunden, die unseren Aufruf im NDR 1 gehört und sich zu einem Besuch des Wanderheims Torfhaus verabredet hatten. Sie hatten bereits am Freitagabend den Wanderwimpel des Zweigvereins Wernigerode mit den schönen Wimpelbändern der Deutschen Wandertage 1936 und älter aus dem Versteck geholt, wo er über 40 Jahre verborgen gestanden hatte. An der Grenze wuchs die Wanderschar auf 34 Personen, die sich, hinter dem Wanderwimpel versammelt, nach Torfhaus begaben. Kaffee und Kuchen, meine Worte der Begrüßung mit Erläuterung der Aufgaben des Harzklubs heute und die Erwiderungen und Dankesworte unserer Gäste führten schnell zu gegenseitigem Verstehen und zu Einladungen nach drüben. Man ist dort bereit, die Harzklub-Arbeit einschließlich der Wegemarkierung wieder aufzunehmen."

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