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Volkskunst, Kunsthandwerk und Pflege der Tradition

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350 Jahre Klöppeln im Harz - 15 Jahre Klöppelkurse im Harzklub

Im Erzgebirge gründete Barbara Uttmann, die Frau eines reichen Bergherrn, 1561 in Annaberg die erste Klöppelschule. Mit den Bergmannsfamilien kam das Klöppeln im 17. Jahrhundert auch in den Harz. Klöppeln war über Jahrhunderte als weit verbreiteter Neben- "Zubroterwerb" üblich. Klöppelschulen wurden eingerichtet, schon die Kinder mussten lernen kunstvolle Spitzen zu klöppeln. In der letzten Klöppelschule, in Büntheim (Bad Harzburg), wurde bis 1948 gelehrt.

Das traditionelle Kunsthandwerk geriet immer mehr in Vergessenheit. Wenige ältere Damen treffen sich in einigen Harzorten zum geselligen Klöppeln.

Einen kleinen Aufschwung brachte der Deutsche Klöppelverband. Die 1. JHV fand 1984 in St. Andreasberg statt und das alte Kunsthandwerk wurde wieder entdeckt.

Ab 1983 organisierte Sabine Wäsche in Buntenbock überregionale Klöppeltreffen. 1993 wurde der "Förderverein Harzer Klöppelkunst" gegründet und mit Unterstützung der „KBG Oberharz“ wurde ein kleines Klöppelmuseum in Buntenbock eingerichtet. Der Verein löste sich 2009 auf, Exponate aus dem Museum gingen an das Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld.

Zu den Zielen und Aufgabenbereichen des Harzklubs e.V. gehört die Erhaltung des Brauchtums- und der Kulturgüter.

Die Kunst des Klöppelns von Spitzen gehört ebenso zum Brauchtum und zur Harzkultur, wie z.B. das Jodeln oder das Peitschenklatschen. Mit der Klöppellehrerin Brigitta Roy-Feiler aus Hildesheim nahm 1994 das Klöppeln im Harz einen neuen Anfang.

Sie bietet an: Ferienklöppelkurse, Projektwochen für Kinder und Jugendliche (auch in Schulen), Kurse, auch Wochenendkurse in Altenau, in Bad Lauterberg, Hahnenklee, Buntenbock, Hildesheim und Wernigerode.

Finanzielle Unterstützung leistet die, dem Harzklub nahe stehende Pötzschner Stiftung. So können Anfänger für die "Probezeit" Klöppel, Klöppelkissen und Klöppelständer ausleihen.

Im Winter 2000 organisierte Brigitta Roy-Feiler für den Harzklub e.V. eine viel beachtete Klöppelausstellung in Altenau. Exponate waren historisches Klöppelmaterial und alte Klöppelspitzen ebenso, wie traditionelle und moderne Klöppelarbeiten, der Klöpplerinnen aus den Kursen.

Im Sommer 2006 informierte in der „Krellschen Schmiede“ in Wernigerode eine Ausstellung über die vielfältigen Arbeiten des Harzklubs. Auch hier konnten ausgezeichnete Klöppelarbeiten aus den Kinder- und Erwachsenenkursen bewundert werden.

Ehrenamtlich, für den Harzklub organisierte feste Klöppelgruppen, mit zum Teil noch jungen Frauen, gibt es in Hildesheim seit 16 Jahren, in Altenau seit 15 Jahren und seit 12 Jahren in Wernigerode.

Diese Klöppelgruppe in Wernigerode leitete mit viel Energie Gisela Volk, sie leistete hier vorbildliche Arbeit bis zu ihrem Tode. Der Harzklub e.V. und hier, der ZwV Wernigerode, können sich glücklich schätzen, eine so eigenständige und aktive Klöppelgruppe vorzuweisen. Mit großem ehrenamtlichem Engagement leitet jetzt Petra Pfeifer diese Gruppe. Neue Klöpplerinnen treten dadurch in den Harzklub ein.

Die Klöpplerinnen beteiligen sich an vielen Veranstaltungen, Markt- oder Heimatfesten und "Advent im Rammelsberg". Beim Schauklöppeln, führen sie die hohe Kunst des Klöppelns vor. Interessierten, besonders Kindern, bringen sie die ersten "Klöppelschläge" bei. Glücklich ziehen Kinder mit ihren geklöppelten Freundschaftsbändchen davon.

In Altenau und in Hildesheim, besonders jedoch in Wernigerode, sind die Klöpplerinnen so versiert, dass sie Anfänger ins Klöppeln einführen, sich gegenseitig helfen, Muster austauschen und für den Erhalt des Klöppelns im Harz werben.

In der 1. Woche im Monat kommt die Klöppellehrerin Brigitta Roy-Feiler in die Kurse, leitet schwierige Muster an, ermuntert zu komplizierten und modernen Klöppelarbeiten und nimmt Materialbestellungen auf.

Zurzeit wird eine Klöppelausstellung und ein Vortrag zum Thema "Klöppeln im Harz (gestern und heute)" vorbereitet.

Anfragen zum "Klöppeln im Harz" und Anmeldung zu Kursen

Brigitta Roy-Feiler (Klöppelmeisterin)
Zierenbergstr. 59, 31137 Hildesheim.
Tel.: 05121 45307, mobil: 0172 87 69 136, Fax: 05121 288567

Petra Pfeifer (Klöppelgruppenleiterin)
Weinbergstr. 51 A 38855 Wernigerode
Tel.: 03943/44766, mobil: 0160/6531193

Klöppelkurse (ab 5 Personen) können nach Absprache in jedem Harzklub ZwV angeboten werden.


Klöppeln im Harzklub

Spitzen wurden geklöppelt für kirchliche und weltliche Würdenträger, je höher der Rang oder das Ansehen, desto aufwendigere Spitzen verzierten die Gewänder.
Vom Mittelmeer aus verbreitete sich die Klöppelkunst über die Niederlande und Skandinavien auch nach Deutschland. Patrizier, Kaufleute und die Damen des Bürgertums schmückten sich mit edlen Klöppelspitzen. Im Erzgebirge gründete Barbara Uttmann 1561 in Annaberg die erste Klöppelschule. Heute noch gilt sie als "Wohltäterin des Erzgebirges".
Mit den Bergleuten aus dem Erzgebirge gelangte das Klöppelhandwerk auch in den Harz. Hier war es ein "Zubrot- Gewerbe", die geklöppelten Spitzen wurden wohlhabenden Bürgern der Harzrandorte angeboten. Diese "schlichten" Klöppelspitzen aus den Bergstädten des Oberharzes konnten im 20. Jahrhundert kaum noch Absatz finden. Kunstvollere Spitzen wurden bevorzugt aus Frankreich, den Niederlanden und Dänemark und maschinell hergestellte Spitzen waren preiswerter.

Wenige ältere Frauen klöppelten noch im privaten Bereich oder in kleinen Gruppen, wie auch heute noch z.B. in Clausthal- Zellerfeld, Andreasberg, Bad Harzburg, Ilsenburg.
In Buntenbock gründete sich 1993 der Förderverein Harzer Klöppelkunst. Klöpplerinnen aus Deutschland und dem Ausland treffen sich dort zu themenbezogenen Veranstaltungen. Der Verein zeigt derzeit eine Klöppelausstellung in Clausthal-Zellerfeld im Dietzelhaus (Touristinformation). Eine kleinere Ausstellung befindet sich zusammen mit der Klöppelschule im Kunsthandwerkerhof.
Die Erhaltung und die Pflege des Brauchtums ist Aufgabe des Harzklubs. Dank der finanziellen Unterstützung der Pötzschnerstiftung werden seit 2001 Klöppelkurse im Harz angeboten. Das Ziel, die Kunst des Klöppelns weiter zu vermitteln, auch junge Menschen dafür zu begeistern, kann nur durch interessante Kursangebote erreicht werden.

Die Klöppelmeisterin Brigitta Roy-Feiler engagiert sich, handwerklich und pädagogisch versiert, Kinder und Erwachsene für das Kunsthandwerk zu begeistern. Sie bietet regelmäßig ehrenamtlich im Harzklub Projektwochen und Ferienkurse für Kinder an. Unter altersentsprechender Anleitung erstellen die Kinder gemeinsame Klöppelbilder aus Schmetterlingen und Blüten und klöppeln für sich selbst oder als Geschenk Freundschaftsbänder und Lesezeichen. Dabei lernen sie kreativ zu sein und haben Freude am Erfolg. Klöppelkurse für Erwachsene sind für Anfänger so aufgebaut, dass nach 3 Doppelstunden das erste, eigene Kunsthandwerk entsteht und die erlernte Technik selbst weiter geübt werden kann. Anfänger, Interessierte (auch Männer) und Fortgeschrittene können jederzeit in die Klöppelkurse des Harzklubs einsteigen. Die Materialien: Klöppelkissen, Ständer und Klöppel, werden für die ersten Kursstunden vom Harzklub zur Verfügung gestellt und können dann erworben werden.
Zur Zeit finden Harzklub- Klöppelkurse in Altenau / Kurgastzentrum statt.

Klöppelkurse ( ab 5 Personen ) können nach Absprache in jedem Harzklub-Zweigverein angeboten werden.

Anfragen:

Harzklub e.V. Geschäftsstelle, Tel.: 05323/81758
direkt. Brigitta Roy-Feiler, Zierenbergstrasse 59, 31137 Hildesheim
Tel.: 05121/45307, mobil: 0172/8769136
E-Mail: roy-haas@t-online.de

Mit jedem Klöppelschlag erhalten und pflegen wir die Tradition eines alten Kunsthandwerkes.

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