Eine musikalische Zeitreise mit Harzer Traditionen im sagenumwobenen Karstgebiet – Einladung zum Harzer Heimattag des Harzklub e.V.  am 6. Juli 2025 / Blockhaus Scharzfeld

Harzer Heimattag in Scharzfeld

In der lokalen Presse konnte man vor Kurzem lesen, der Harz hat sein Rentnerparadies- Image verloren. Der Dornröschenschlaf sei beendet. Es wird modernisiert und man erfindet sich neu. Gefragt sind Action,
Slip Line, Sommerrodelbahnen, Hängebrücken, Aussichtstürme, Hexendörfer und und und. Neue versiegelte Flächen für Parkplätze und Parkhäuser. Der „neue Harzbesucher“ soll mit ganz wenigen Schritten vom Parkplatz, raus aus dem Auto, zu diesen Highlights gelangen. So der, in Teilen schon umgesetzte Plan für die Zukunft.
Doch was ist jetzt und heute ? Wie bleibt Harzer Tradition erhalten ? Der Harzklub beweist das mit seinen immer wiederkehrenden, überregionalen, Veranstaltungen ständig aufs neue.
So am Sonntag, den 6.07.2025, bei Scharzfeld, einem Ortsteil von Herzberg. Hier fand der diesjährige Harzer Heimattag statt. Es war Harzer Brauchtum pur. Unter den Augen der geladenen Ehrengäste, anwesend waren der Ehren- Landrat des Landkreises Göttingen, Klaus Liebig, der Bürgermeister der Stadt Herzberg, Christopher Wagner, der Ortsbürgermeister Scharzfeld, Lars Lübbecke, die Bundestags-abgeordnete von B90/ Die Grünen, Caroline Otte und der Landtagsabgeordnete Alexander Saade, präsentierten acht Brauchtumsgruppen des Harzklub e.V. Folklore pur.
Eröffnet wurde der Heimattag traditionell mit einem Gottesdienst. Karl Leyrer, Hauptwanderwart des Harzklub, fand aus diesem Anlass extra in sein „altes Berufsleben“ als Pfarrer zurück. In seiner gewohnt lockeren Art hielt er das „Wort zum Sonntag“. Annett Drache, Geschäftsstellenleiterin des Harzklub, eröffnete anschließen ganz offiziell den Harzer Heimattag. Es folgten die Grußworte der geladenen Ehrengäste.
Dann folgte das, was den Harz so lebenswert macht und ein wirkliches Heimatgefühl vermittelt. Heimat ist kein Ort, Heimat ist Gefühl ! Deutlicher konnten das die aufgetretenen Brauchtumsgruppen nicht unterstreichen. Neben den Gruppen „Die Okertaler“ und die „Harzer Roller“ aus Bad Grund, die Heimat-
gruppen aus Schulenberg und Bad Lauterberg, die Jodlergruppe „Harzromantik“ aus Ildenhausen, die Heimatgruppen aus Rhumspringe und Braunlage, die „Lustigen Südharzer“ aus Bad Sachsa sowie die Gruppe des Oberharzer Heimatbundes, sie alle sorgten für Heimatgefühle.
Im Rahmen des Heimattages wurde der stellvertretende Heimatgruppenwart des Harzklub, Joachim Reimann, geehrt. Mit ganz viel Engagement hat er für das Gelingen der beiden letzten Harzer Heimattagen beigetragen. Annett Drache konnte ihm dafür das Goldene Ehrenzeichen des Harzklub e.V. überreichen.
Bei allen Brauchtumsgruppen war der demographische Wandel nicht zu übersehen. Es bleibt zu hoffen, dass viele, vor allem junge Menschen, die Liebe zum Harz wieder entdecken. Action darf sein, aber Tradition muss den Vorrang behalten.