Erfolgreiche Kinder-und Jugendfreizeit im Wanderheim Wildemann

Kinder- Jugendfreizeit

„Historischer Bergbau“ vom 21. bis 23. September 2018

Der Harz ist seit Jahrhunderten vom Bergbau geprägt. Der Harzklub fühlt sich der Tradition verpflichtet, dieses Kulturerbe zu bewahren und kommenden Generationen zugänglich zu machen. Dies war auch das Ziel der vom 21. bis 23.09.2018 durchgeführten Kinder- und Jugendfreizeit rund um den „Historischen Bergbau“. In Kooperation mit der Wurmbergschule aus Braunlage und dem Forstamt Clausthal der Niedersächsischen Landesforsten konnten 26 Kinder, im Alter von 7 bis 10 Jahren, ein informatives und erlebnisreiches Wochenende im Harzklub-Jugendheim Wildemann erleben. Nach dem Bezug der Zimmer ging es als erstes auf eine Wanderung durch den ehemaligen Steinbruch „Schwarzewald“. Die Kinder erfuhren viel über den Lebensraum und die Artenvielfalt im Schwarzewald. Besonders beeindruckt waren sie von den zahlreichen Salamandern und Kröten.

Erste Aufgabe der Kinder am Samstagmorgen war es, pantomimisch verschiedene Wildtiere dazustellen und zu erraten. Hier war viel Kreativität des Einzelnen und Vorstellungskraft gefragt. Die Geocaching Suche bot die Gelegenheit, viel Interessantes über den historischen Steinbruchbetrieb zu erfahren. Über die einzelnen „Caches“ erfuhren die Kinder viel über den Zusammenhang zwischen den Untergang des Bergbaus und dem Aufstieg der „Steinindustrie“ rund um Wildemann. Am Nachmittag stand eine Stadt-Rallye durch Wildemann und der Besuch des Bergwerkes „19-Lachter-Stollen“ auf dem Plan. Der historische Bezug Wildemanns als Bergstadt zum Bergbau, die Bedeutung einzelner historischer Gebäude und nicht zuletzt die Sage vom „Wilden Mann“ wurden von den einzelnen Gruppen erarbeitet. Die Rallye endete am 19. Lachter Stollen und nach einer kurzen Einführung und der Bestimmung des Pochjungen „Johann“ fuhren die Kids dann in den Berg ein. Im Berg gab es Vorführungen der harten Arbeit der Bergleute. Die Kinder konnten sich auch selbst mit „Schlägel und Eisen“ versuchen. Eine besondere Herausforderung war die Vorführung des handbetriebenen Druckluftgenerators. Das große Schwungrad musste so lange in Bewegung gehalten werden, bis der Ballon mit einem lauten Knall zerplatzte.

Insgesamt bot die Einfahrt in das Bergwerk viele Gelegenheiten, die Auswirkungen des Bergbaus auf die Natur zu erkunden und das harte Leben der Bergleute kennenzulernen. In den Abendstunden wurde aufgrund des Regens am Freitag und Samstagabend gebastelt und Brettspiele gespielt.

Sonntagmorgen ging es dann nach dem Frühstück wieder nach Hause, jedes Kind erhielt natürlich noch sein „Pochdiplom“.

Bildautoren: Inge Hus und Frank Ulrich